Das nach einem Entwurf von Hans-Jürgen Rau, seinerzeit Bürger Dreieichenhains und Mitglied des Kirchenvorstandes, aus Betonglas gearbeitete, farben-frohe Altarfenster der Burgkirche wurde als Schlussstein der Renovierungsarbeiten 1975 eingesetzt.

Die vier Teile zeigen in der unteren Reihe Brot und Weinkelch. Sie deuten auf die elementaren Lebens-mittel des Menschen hin, die zugleich Zeichen der Gastfreundschaft sind. Darüber hinaus stehen sie für das Sakrament des Abendmahles, in dem der Christ sich durch die Aufnahme beider Elemente der Lebensmitte in Jesus Christus und damit der Gemeinschaft mit Gott vergegenwärtigt.

Oben links ist der Fisch als ältestes urchristliches Symbol wiedergegeben. Im griechischen Wort für Fisch ergeben sich aus den einzelnen Buchstaben die Anfänge des Bekenntnisses: „Jesus Christus, Gottes Sohn und Heiland“.

Das obere rechte Element zeigt Feuerflammen und erinnert an das Pfingstereignis, das nach dem Bericht der Apostelgeschichte mit der Ausgießung des Heiligen Geistes die Kirche begründet hat.

Darüber hinaus kann der Betrachter das Kreuz erkennen, das die vier Bilder voneinander trennt und doch das Zentrum des christlichen Glaubens miteinander verbindet.